Benthe, den 02.07.2023. Zu unserem Heimspiel gegen den Tabellenführer der ersten Regionsklasse der Herren trafen wir uns erst am frühen Sonntagnachmittag des 2. Juli, da zuvor der bereits dritte Arbeitseinsatz auf der Benther Tennisanlage stattgefunden hatte. Entsprechend herausgeputzt präsentierte sich die Anlage an diesem Spieltag, als vorzeitig gegen 14Uhr die ersten Gäste aus Kirchrode eintrafen. Auch Zabis liebevoll genannter „Weihnachtsbaum“, eine ca. ein Meter hohe Distel, fiel den vorherigen Grünpflegearbeiten zum Opfer. Mit von der Partie waren an diesem Nachmittag Lorenz Müller, Maurice Wiechens, Marco Müller, Zabi Reinermann, Janis Eickmeier, Felix Robra und Ihbe Visser. Personell konnten wir also aus dem (fast) Vollen schöpfen.

Auf dem Center-Court bestritt Lorenz Müller das erste der insgesamt vier Einzelspiele des Nachmittags. Dort traf er auf einen deutlich jüngeren Gegner, der allerdings aufgrund technischer und läuferischer Fähigkeiten nicht zu unterschätzen war. Schließlich gelang es Müller jedoch durch sein gewohnt ruhiges und fehlerarmes Spiel den Gegner zu Fehlern zu zwingen und schon den ersten Satz mit 6:2 zu seinen Gunsten zu entscheiden. Mit seiner langjährigen Tenniserfahrung schaffte es Müller im zweiten Satz nicht nur an die Leistung aus dem ersten anzuknüpfen, sondern legte noch einmal eine Schippe drauf und gewann diesen sogar mit 6:1. Ein souveräner Sieg, der nicht über die Fähigkeiten des Gegenspielers hinwegtäuschen sollte, wie sich später im Doppel noch zeigen sollte.

Auf Platz zwei traf zeitgleich Maurice Wiechens auf einen ebenfalls deutlich jüngeren Gegner, der genauso durch seine läuferischen Fähigkeiten zu überzeugen wusste. Aus dem Match wurde ein echter Abnutzungskampf, bei dem keiner dem anderen etwas herschenkte. Dies wurde unter anderem dadurch deutlich, dass es dem Gegner gleich zweimal gelang, per „Tweener“ den Ball zurückzuspielen. Aber auch Wiechens zeigte sich mehr als kämpferisch und nahm die teils sehr langen und laufintensiven Ballwechsel an. Mit Erfolg, wie sich zeigen sollte: Den ersten Satz konnte Wiechens mit 6:4 für sich entscheiden. Im zweiten Satz merkte man ihm an, wie kräftezehrend dieses Match war, während der Gegner nicht zu ermüden schien. Lange Zeit kristallisierte sich kein Sieger im zweiten Satz heraus, da dieser noch ausgeglichener als der erste war. Schließlich ging es sogar in die Satzverlängerung, aus dem Wiechens dann aber als Sieger hervorging: Ein 6:4 und 7:6 standen am Ende auf der Anzeigetafel.

Das dritte Einzel bestritt Felix Robra gegen einen technisch überlegenen Gegner, der allerdings zunächst offenbar Startschwierigkeiten hatte. So gelang es Robra mit der anfangs ruhigeren Spielweise, das erste Spiel für sich zu entscheiden. Dies änderte sich dann mit zunehmender Spielsicherheit des Gegners, der unter anderem mit starken und gleichzeitig platzierten Aufschlägen punktete. Zur Mitte des ersten Satzes manifestierte sich auf Robras Seite dann ein fehleranfälligeres Spiel, welches sich bis zum Ende des Satzes hinzog. So endete der erste Satz deutlich mit 1:6 für den Kirchroder. Auch im zweiten Satz konnte der Gegner seine Qualitäten auf den Platz bringen, indem er durch platzierte Bälle Robra laufen ließ. Insgesamt waren die Spiele im zweiten Satz aber deutlich ausgeglichener, auch weil Robra wieder deutlich an Spielsicherheit dazugewonnen hatte. Über ein weiteres 1:6 kam er schlussendlich aber nicht hinaus.

Im vierten Einzelspiel versuchte der nach eigenen Angaben muskulär etwas angeschlagene Zabi Reinermann den dritten Sieg des Tages für den VSV klarzumachen. Dabei traf er jedoch auf einen Gegner, der sich als äußerst ballsicher erwies und Reinermann viel laufen ließ. Mit großem Kampfgeist gewann Reinermann im ersten Satz immerhin zwei Spiele. Im zweiten Satz konnte der Gegner jedoch seine Ballsicherheit noch mehr ausspielen und ließ dem Benther dann keine Möglichkeit mehr zu punkten. So stand es nach zwei Sätzen 2:6 und 0:6.

Nachdem es also nach Einzelspielen 2:2 gestanden hatte, galt es sich im Hinblick auf die Aufstellung der beiden Doppelkonstellationen zu beraten. Die Entscheidung fiel auf eine konservative Verteilung der Spielkräfte, bei der beiden Teams im Vorfeld reale Siegchancen zugesprochen wurden und so die Wahrscheinlichkeit eines Remis gegen den Tabellenführer erhöht werden sollte. So bildeten der sehr erfahrene und ballsichere Lorenz Müller und der volleystarke Ihbe Visser das erste Doppel, während der für sein Tempospiel bekannte Marco Müller mit dem für sein Slicespiel berüchtigten Janis Eickmeier das zweite Duo bildete.

Wie eingangs schon angedeutet, sollte es zwischen Lorenz Müller und seinem Einzelspielgegner noch eine Revanche geben, welche im Doppelspiel ausgetragen wurde. So reichte das sichere Spiel hier nicht mehr aus, um dem Gegner oft genug Punkte abzunehmen. Im Gegenzug gelang es dem Team aus Kirchrode, Bälle zurückzuspielen, die zuvor unerreichbar schienen. Diese Bälle, die sie in Bedrängnis spielen mussten, konnten sie dann häufig noch in einen eigenen Punkt ummünzen. Auch auf Vissers starke Netzpräsenz fanden die beiden Gegenspieler die passenden Antworten und platzierten so manche Bälle an Visser vorbei bis an die Grundlinie. Ein 1:6 im ersten Satz schlug zu Buche. Auch der zweite Satz brachte nicht die entscheidende Wende und so ging das Spiel am Ende mit 1:6 und 2:6 überraschend deutlich verloren.

Nun lag es an Team Müller/Eickmeier, das Remis für Benthe festzuhalten. Doch auch hier machte der Gegner im ersten Satz den gefestigteren Eindruck, indem Sie die platzierteren Bälle spielten und so die Benther in zahlreichen Ballwechseln hinterherlaufen ließen. So stand es nach dem ersten Satz 2:6 für Kirchrode. Daraufhin wurde es im zweiten Satz noch mal richtig spannend, als sich das Benther Duo zurück in das Match kämpfte und so ein Spiel nach dem anderen gewann, zum zwischenzeitlichen 5:5. Es ging in die Satzverlängerung, in der die Gunst allerdings wieder Richtung Gegner umschlug und in der diese so schließlich mit 5:7 gewannen.

Am Ende steht ein leistungsgerechtes 2:4 für Kirchrode, welches jedoch in Punkto Einzelspieldifferenz von 39:62 vielleicht etwas zu deutlich ausfiel. Dem anschließenden Hot-Dog-satt-Essen nahm dies jedoch nicht die Freude und so blicken wir zuversichtlich auf das nächste Heimspiel am 15. Juli 2023 gegen den TV Eldagsen II, welches dann wieder zu gewohnter Uhrzeit um 10:30 Uhr beginnt.

Autor: Felix Robra

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